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Die Auslieferung der ersten "Sage Nein!"-CD beginnt. Für Eure Geduld vielen Dank!
Hier schon mal zur Einstimmung Ausschnitte aus der Erstversion (Rohfassung):
[Sage Nein 071] [Sage Nein 072] [BaSchanah habaah 071]

Bestellt werden kann die [CD direkt über amazon.de]

Eine Chance für Dialog und Verständigung

Grußwort von Eva Ehrlich
1. Vorsitzende haGalil e.V.

Es wird seit Mitte der 90er Jahre tatsächlich immer deutlicher, dass antisemitische Propaganda im Internet viel gefährlicher ist, als die bisher üblichen Propagandamittel. Die Erklärung dafür ist einfach: Über relevante Stichworte ist es im Internet möglich, völlig "unbedarfte Leser" zu erreichen, zum Beispiel einen Schüler, der ein Referat zum Thema "jüdische Feiertage" schreiben muss.

Trotzdem sollten wir das Internet nicht in erster Linie als Bedrohung, sondern viel mehr als eine Chance für Dialog und Verständigung in einer vielfältigen Gesellschaft begreifen. Es ist nämlich die Tatsache, dass die meisten Menschen, zumindest in Deutschland, sowenig über jüdisches Leben und Judentum wissen, die es den Antisemiten so einfach macht, ihre Botschaft des Hasses zu verbreiten.

Die Bedrohung durch antisemitische Hetzer unterschiedlichster Couleur wird noch immer viel zu wenig ernst genommen. Noch viel weniger wahr genommen wird aber, dass wir nicht hilflos, ahnungslos und fassungslos dastehen, sondern sehr viel tun können.

Antisemitismus, Antizionismus, Hass und Demokratiefeindlichkeit im Internet müssen im Internet und mit den Möglichkeiten des Internets bekämpft werden. Hierzu gehören die Schaffung eines massiven Gegengewichts durch aufklärende Inhalte und die Nutzung der kommunikativen Möglichkeiten eines lebendigen Onlinedienstes, denn eine Vorraussetzung für Verständigung ist Begegnung. Neue Gesetze sind nicht notwendig, die bestehenden müssen aber angewandt werden.

Wenn wir uns heute anschauen, welche Effektivität haGalil onLine mit vergleichbar sehr geringen Mitteln erreicht hat, dann besteht durchaus Hoffnung, dass die Verbreitung fundamentalistisch-nationalistischer Hetze ganz entscheidend behindert werden kann. Die Diskussion sollte endlich einmal darüber hinauskommen, was wünschenswert wäre und sich stattdessen darauf konzentrieren, was getan werden kann, bzw. schon längst getan wird und mit entsprechender Unterstützung noch viel besser getan werden könnte.

Die Hoffnung, dass diese Erkenntnis irgendwann zu den zuständigen "Entscheidungsträgern" durchdringen wird, sollte man nie aufgeben. Verlassen darf man sich darauf aber nicht, denn viel zu oft scheiterte der "Aufstand der Anständigen" am "Zustand der Zuständigen" oder wurde zum "Auftritt der Umständlichen".

Die Bedrohung ist aber viel zu groß, als dass man sich von Parteien und der Konjunktur der Betroffenheit abhängig machen sollte. Die Wichtigkeit und Unverzichtbarkeit von Aktionen wie "Sage Nein!" kann deshalb garnicht überbetont werden.

Hans-Jochen Vogel sagte einmal: "Für mich gehört zum Anstand, dass man Minderheiten nicht verteufelt, und sie im politischen Kampf und Wettbewerb nicht instrumentalisiert"...

Ein Bildungsangebot wie haGalil muss dementsprechend unabhängig bleiben. Auch dafür steht "Sage Nein!" und auch deshalb unser herzlicher Dank an die Organisatoren, die Künstler und die Unterstützer.

Eva Ehrlich

1. Vorsitzende haGalil e.V.

... Dialog, Diskurs. Fragen, Reflektieren, Austausch, Provokation... Ein ständiges Streiten und Argumentieren, das trotz aller Vorwürfe die gemeinsame Basis nie in Frage stellt... >>> weiter unter hagalil.com...
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